Mein Name ist Jasminka Coric und ich arbeite mittlerweile seit knapp neun Jahren bei inform. Nach meinem Maschinenbau-Studium in Sarajevo, das ich als einzige Frau meines Jahrgangs absolvierte, begann ich 1998 ein Studium in Maschinenbauinformatik an der Fachhochschule in Wiesbaden. Meine Diplomarbeit zum Thema „Verbesserung und Optimierung einer Rahmenverstellung für die Glaspressen“ schrieb ich bei der Firma SCHOTT Glas in Mainz. Direkt nach meinem Studium habe ich meinen Berufseinstieg bei inform gefunden. Durch meine Vorkenntnisse aus der Diplomarbeit konnte ich ein Projekt bei SCHOTT Glas unterstützen. Zur gleichen Zeit stellte inform den Antrag auf eine Green Card. Ich erhielt diese als erster Kandidat in Rheinland-Pfalz und als erste Frau in der ganzen Bundesrepublik. Dass inform mir das ermöglicht hat, freut mich wirklich sehr. Bei SCHOTT Glas blieb ich bis 2003 und habe unter anderem an der kompletten Dokumentation einer Glaspresse in CAD mitgewirkt, die für ein Werk in Tschechien bestimmt war. Dazu gehörte es, Layouts, Stücklisten sowie Zusammenstellungs- und Einzelteilzeichnungen zu erstellen. Außerdem kümmerte ich mich um die Berücksichtigung aktueller Verbesserungen und um eine Vorschlagsliste für die Ersatzteilbevorratung. Weitere Projekte in meiner Zeit bei SCHOTT Glas waren Detailkonstruktionen von Montage- und Prüfvorrichtungen; die Mitwirkung an der Erstellung von Montage-, Betriebs- und Fehlersuchanleitung sowie die Beratung bei der Umsetzung; die Detaillierung einer neuentwickelten Pressstation als auch die Umrüstung von Industrierobotern.
Nach etwa dreieinhalb Jahren stieg ich aus der Entwicklung im Anlagebereich aus und wechselte in die Fahrzeugtechnik bei Tennecco. Dort arbeitete ich an der Entwicklung einer Abgasanlage für Nissan. Es waren einmalige Erfahrungen für mich, zum einen mit einem internationalen Team zusammen zu arbeiten und zum anderen das Nissan-Werk in Barcelona besuchen zu dürfen und meine Konstruktionsarbeiten live umgesetzt zu sehen.
Aufgrund meiner Erfahrungen bei SCHOTT wechselte ich ein gutes Jahr später zurück nach Mainz, denn der Glashersteller hatte ein Projekt in Jena, das genau meinem Qualifikationsprofil entsprach.
Im Jahr 2006 folgte dann der bisher letzte Projektwechsel von inform aus. Seither arbeite ich bei Siemens in Frankfurt. Da ich immer wieder nach neuen Herausforderungen suche und mich niemals langweilen möchte, passt das Konzept von inform für mich ideal. Man arbeite eine gewisse Zeitspanne – mal länger, mal kürzer – für einen Auftraggeber und wechselt dann das Aufgabengebiet. Bei Siemens bin ich jetzt als Konstrukteurin im Schaltanlagenwerk, also im Bereich der Produktkonstruktion, tätig. Dort gehört es beispielsweise zu meinen Aufgaben 3D-Baugruppen zur Verwendung in der Montage- und Betriebsanleitung, aber auch Detailkonstruktionen von Einzelteilen und Baugruppen sowie der zugehörigen 2D-Zeichnungen und Stücklisten zu erstellen. Außerdem pflege und aktualisiere ich Zeichnungsunterlagen und Stücklisten für alle Antriebe, konstruiere selbstständig Montage- und Prüfvorrich-tungen, bestelle notwendige Einzelteile, begleite den Aufbau der Vorrichtung im Musterbau und vieles mehr. Die Tätigkeit ist sehr abwechslungsreich und ich freue mich jeden Tag aufs Neue, die Herausforderung anzugehen.














